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Nostradamus - ein Sinnbild für Negativität?

Themen-Beitrag zu Nostradamuskarten

Nostradamus - ein Sinnbild für Negativität?

Nostradamus - ein Sinnbild für Negativität?

Wenn wir in die Zukunft schauen, dann hoffen wir stets auf positive Nachrichten und tolle Prophezeiungen. Leider ist dies bei Nostradamus, dessen Vorhersagen bei vielen Ereignissen zutreffen, gar nicht der Fall. Überwiegend geht es um Katastrophen, die sowohl Naturphänomene als auch Krieg und weitere Ereignisse umfassen. Doch kann Nostradamus als Sinnbild für Negativität verstanden werden?

Die Prophezeiungen und ihr Ursprung

Nostradamus wuchs in Frankreich als ältester von acht Geschwistern auf. Sein Urgrossvater kümmerte sich um den wissbegierigen Michel und unterrichtete diesen in verschiedenen Fächern, unter anderem in Fremdsprachen, Mathematik und Astrologie. Er absolvierte ein Studium als Apotheker und ging viel auf Reisen, wo er sich stets neues Wissen aneignete.

Er kooperierte mit einem renommierten Mediziner, um effektiv gegen die Ausbreitung der Pest vorzugehen. Da er im Anschluss selbst als Arzt arbeitete, wird ihm auch dieser Beruf zugesprochen, es ist jedoch nicht klar, ob er tatsächlich diesbezüglich studierte. Ausserdem wird er oft als Astrologe bezeichnet, er selbst nannte sich jedoch lediglich "Sternenfreund". In der Tat liebte er den Bezug zu Konstellationen in der Astrologie, auch wenn ihm in diesem Bereich zahlreiche Fehler unterliefen.

Insgesamt war der junge Mann, der im 16. Jahrhundert lebte, zweimal verheiratet. Mit beiden Frauen hatte er mehrere Kinder. Bekannt wurde Nostradamus durch seine Prophezeiungen, die er in Prosaform verfasste. Seine Prophezeiungen wurden in Almanachen verbreitet und in Form von Centurien veröffentlicht, sodass sie bis heute verfolgt werden können.

Michel selbst gab an, dass seine Vorhersagen astrologischen Konstellationen wie auch nächtlichen Eingaben von Gott entsprungen sind. Damit macht er Anmerkungen bezüglich seiner hellseherischen Fähigkeit. Einen Zusammenhang kann ausserdem mit astrologischen und historischen Schriften anderer Berühmtheiten hergestellt werden.

Katastrophen als zentrales Thema

Noch bis heute interpretieren Anhänger von Nostradamus dessen Vorhersagen und es ist auffällig, dass überwiegend negative Aspekte herausgelesen werden können. Das zentrale Thema, das oft mit seinem Namen verbunden wird, ist das Vorhersagen von Katastrophen. Es wird berichtet, dass er sogar den Terroranschlag auf das World Trade Center vorhergesehen haben soll. Zudem beschrieb er in Vers 35 die Todesursache von König Heinrich II.

Negativität ist tatsächlich sehr präsent in den Werken von Nostradamus. Dies kann mehrere Gründe haben. Nostradamus erlebte in seinem Leben zahlreiche Schicksalsschläge. Zum einen stellt der Ausbruch der Pest ein einschneidendes Erlebnis in seinem Leben dar. Dies führte dazu, dass er sein Rhetorik-Studium nicht vollenden konnte und sich einem anderen Fachbereich widmen musste.

Auch seine erste Frau starb an einer Infektion. Es ist nicht klar, um welche es sich genau handelte, eventuell war es die Pest. Der Verlust seiner Ehefrau führte zu Problemen mit seinen Schwiegereltern, sodass er sich gezwungen sah, sich auf Reisen zu begeben. Das Reisen und die Wanderschaft können in vielerlei Hinsicht als positiv angesehen werden, jedoch hatte dies auch negative Seiten.

Vor allem hatte er keinen festen Ort, an dem er sein Zuhause hatte. Er war stets unterwegs und beschäftigte sich mit dem, was nötig war. Schicksalsschläge können einen Grund darstellen, warum er sich überwiegend der Negativität zuwandte. Doch ebenso kann man anmerken, dass Katastrophen stets einschneidender im Leben der Menschheit sind, sodass man in diesem Falle aufmerksamer ist.

Passieren positive Dinge, so nimmt man diese einfach so hin, während man bei negativen Ereignissen eine Ursache versucht zu finden. Kann man also eine Katastrophe voraussagen, so zeigt dies eine grössere Wirkung, als wenn man sich auf positive Ereignisse spezialisiert. Zudem betreffen Katastrophen meist eine weitreichende Gruppe der Gesellschaft, Positives hingegen nur vereinzelte Personen.

Ein Sinnbild für Negativität?

Dass Nostradamus ein Sinnbild für Negativität ist, kann man so direkt nicht sagen. Die auffallend negativen Prophezeiungen zeigen jedoch, dass er seine hellseherischen Fähigkeiten und die Astrologie in diese Richtung nutzte. Da es sich um einen Hellseher handelte, kann man nicht davon sprechen, dass er die Negativität verkörperte, schliesslich war es nicht seine Absicht, sich auf Katastrophen zu spezialisieren, sondern es geht um die Konstellationen in der Astrologie und die Eingebungen von Gott, die ihm nachts gegeben waren.

Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, dass Nostradamus seine Vorhersagen in einer bildlichen Sprache ohne Angabe von Zeit und Namen formulierte. Daher bleibt dem Leser oder Empfänger jede Menge Freiheit, eine eigene Interpretation zu machen. Dies bedeutet, dass nicht nur der Verfasser selbst für die Botschaft verantwortlich ist, sondern auch der Leser diese nach seinem Verständnis interpretiert.

Die Gründe, die dafür sprechen, negative Prophezeiungen abzugeben, sind vielseitig. Beachten sollte man stets, dass eine Prophezeiung lediglich eine Ankündigung ist, jedoch nichts damit zu tun hat, dass Nostradamus das Negative für die Menschheit wählte. Hat man diesen Aspekt im Hinterkopf, so spielt es im Allgemeinen keine grosse Rolle, welche Wertung eine Vorhersage hat.



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