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Die Biografie von Nostradamus

Themen-Beitrag zu Nostradamuskarten

Die Biografie von Nostradamus

Die Biografie von Nostradamus

Wer kennt ihn nicht, Nostradamus, der für seine Prophezeiungen bekannt ist. Als Okkultismus einzustufen, sind seine Werke schon seit über 500 Jahren bekannt und werden bis heute interpretiert. Doch was steckt hinter den Vorhersagen und wer verbirgt sich hinter dem mysteriösen Namen? Seine Biografie kann einige neue Informationen liefern, die seine Werke nun noch interessanter machen.

Seine Familie und seine Herkunft

Prägend für eine Persönlichkeit ist stets die Herkunft. Nostradamus wurde als Michel de Nostredame im Dezember 1503 in Frankreich geboren. Seine Eltern waren Jaume de Nostredame und Reyniere de Saint-Rémy. Sein Vater war ein Kornhändler und später kirchlicher Notar, der unter anderem den Amtsvorsitz hatte.

Michel war der älteste von insgesamt acht Kindern. Seine Geschwister waren Pierre, Hector, Jehan, Louis, Antoine, Delphine, Jean II und Bertrand. Er wuchs nicht bei seinen Eltern, sondern bei seinem Urgrossvater auf. Ihren Namen hatte die Familie nicht schon immer, sondern erhielten diesen durch die Taufe. Die Familie väterlicherseits gehörte ursprünglich dem Judentum an, konvertierte jedoch zum katholischen Glauben. Der Name der Kirche, in der die Taufe stattfand, wurde schliesslich übernommen.

Aus Nostredame wurde Nostradamus aufgrund der lateinischen Bezeichnung. Sein Urgrossvater war es, der Michel in den wichtigsten Fächern, wie zum Beispiel Latein, Astrologie und noch vielen mehr unterrichtete. Dies bildete die Grundlage für sein weiteres Schaffen. Man kann also feststellen, dass Nostradamus aus einer stabilen Familie mit einem zu dieser Zeit guten Bildungsstand abstammte.

Michel war zweimal verheiratet. Seine erste Frau, mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte, verstarb im Jahr 1535 an einer Infektionskrankheit, Details sind dazu jedoch nicht bekannt. Mit seiner zweiten Frau hatte er insgesamt sechs Kinder, drei Töchter und drei Söhne. Er verstarb im Alter von 62 Jahren im Jahr 1566.

Bildung und Werdegang

Die Grundlagen seines Bildungswegs hat er also von seinem Urgrossvater erhalten. Michel war ein sehr wissbegieriger Mann, der stets auf Reisen ging, um Neues zu entdecken. Um das Jahr 1518, auf jeden Fall nach dem Tod seines Erziehers, ging er auf die Universität in Avignon, wo er Rhetorik studierte. Obwohl er sich gerne diesem Fachbereich widmete, musste er sein Studium aufgeben, da die Pest ausbrach.

So wurde er schliesslich Apotheker und war überwiegend für die Zubereitung von Pharmazeutika verantwortlich. Auf seiner Wanderschaft half er dem Arzt Louis Serre bei der Bekämpfung der Pest in Marseille. Anscheinend soll er im Anschluss auch selbstständig als Arzt gearbeitet haben. Es wird angenommen, dass er das Medizinstudium begonnen hatte, ob er dieses jedoch vollendet hatte, ist bis heute nicht geklärt.

In vielen Überlieferungen ist die Rede davon, dass Nostradamus unter anderem Astrologe war. Die astrologische Bildung soll er in seine Werke einfliessen gelassen haben. Es fällt aber auf, dass immer wieder in seinen Schriften Planetenkonstellationen auftraten, die fehlerhaft waren. Auch er selbst bestätigte, dass er kein Astrologe war, sondern sich selbst als Freund der Astrologie nannte.

Seine Bildung erhielt er durch die Wanderschaft, die ihm viel Neues lehrte. Ein abgeschlossenes Studium hatte er jedoch nur als Apotheker, den anderen Fachbereichen widmete er sich zwar, jedoch hatte er dies nicht bis zu einem Abschluss studiert.

Die bekanntesten Werke

Bekannt war Nostradamus für seine Prophezeiungen, weshalb er auch bis heute als der bekannteste Verfasser von Vorhersagen gilt. Seinen Werken konnte er sich in vollen Zügen widmen, da seine zweite Frau wohlhabend war und er so nicht arbeiten und Geld verdienen musste. Die ersten Schriften waren Almanachen, die eine Prophezeiung für das jeweilige Kalenderjahr bereithielten. Seine Almanachen wurden vor allem durch den französischen Adel bekannt, besonders die Königin interessierte sich für die okkulten Werke.

Eines seiner grössten Werke sind die Centurien, die insgesamt aus 100 Versen besteht. Innerhalb von drei Jahren schrieb er diese. Die ersten sieben Verse widmete er seinem Sohn. Es ist anzumerken, dass er nicht nur die Prophezeiungen als seine Besonderheit hatte, sondern auch seine Form, diese in seinen Werken zu verfassen.

Es war bis dahin normal, Schriften in Latein zu verfassen. Er entschied sich jedoch für Französisch und die Prosaform. In der Regel verwendete er Vierzeiler, vereinzelt auch Sechszeiler. Er nutzte stets eine bildliche Sprache, die nicht leicht zu verstehen war. Es wurden kaum Angaben zu Zeit und Namen gemacht, weshalb die Verse in der Regel immer zutreffen.

Die Prophezeiungen schaffte er durch seine hellseherischen Fähigkeiten, stützte sich teilweise jedoch auch auf astrologische Ausführungen und historische Schriften von bekannten Persönlichkeiten.

Die Biografie von Nostradamus ist für die Zeit, in der er lebte, als besonders anzusehen. Ihm wurde ein Bildungsweg vonseiten seiner Familie gewährleistet, die nicht jedem zuteilwurde. Seine Prophezeiungen und seine Werke haben bis heute noch absolute Wichtigkeit und in einigen Kreisen werden diese ausführlich studiert.


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